Nach dem Masterplan des Architekten Peter Zumthor für den neuen Campus der Universitá Svizzera Italiana sind durch einen Wettbewerb fünf Lehrgebäude entstanden. Das von BFM Architekten geplante dreigeschossige Gebäude besteht aus neun Hörsälen in drei unterschiedlichen Größen, wobei es sich um Kombinationen aus zwei Längen und zwei Breiten handelt.

Die Hörsäle sind als Kisten gedacht, die im Abstand voneinander platziert und geschossweise gespiegelt sind. Der dadurch entstandene Zwischenraum bildet die horizontale Erschließung des Hauses und funktioniert zugleich als Begegnungsort und Terrasse. Die zweiläufige Haupttreppe wird in eine weitere Kiste untergebracht und spiegelt den Zickzack-Rhythmus des Entwurfs wider.  

Die Fassade ist mit großflächigen pulverbeschichteten Glasscheiben, die Innenräume z. T. mit akustischen Platten verkleidet. Durch die milden Klimaverhältnisse wird auf den Einsatz von Isokörbe verzichtet, was die Gestaltung sowohl der Vorder- wie der Unterseiten der Decken im Flurbereich als Sichtbeton erleichtert.

Fotos: Alexandre Zveiger

usi lugano

Mitarbeit

(Bruno Fioretti Marquez Architekten) 

1998–2000

Universitätsgebäude (Neubau)

Lugano-CH

L.PH. 2-5; BGF 1.800 m2