Im Herzen Berlins neben dem neuen Gleisdreieckpark ist ein neues Wohnviertel entstanden. Haus Moskau gehört zur Baugruppe Metropolis. Alle elf Häuser sind an ein zentrales Blockheizkraftwerk angebunden und verfügen über einen Kfw-55-Energiestandard. Eine große Vielfalt von Wohnungsgrundrissen u. -größen sollte für soziale Mischung sorgen.

 

Bei Haus Moskau bestand der Wunsch nach Wohnflächen von 80 bis 120 m2, was sich erst durch die Anwendung von Maisonetten realisieren ließ. Damit alle Einheiten von einer beidseitigen Orientierung profitieren können (nach Süden zur Straße und nach Norden zum Hof), liegen die zwei Niveaus der Maisonetten nicht übereinander, sondern oben nach vorne und unten nach hinten. Die vertikale Verbindung in den Maisonetten erfolgt über eine S-förmige Treppe, deren Bewegung gestalterisch mit gebogenen Wänden in entgegengesetzte Richtung übernommen wird. 

 

Die Fassade spiegelt die spielerische innere Organisation des Hauses wider. Nach Osten stapeln sich die Loggias zu den orthogonalen Wohnungen; nach Westen entsteht ein subtiles Zickzack-Bild von Fenstern und Balkonen. Im Foyer verteilt ein großzügiges Treppenauge Licht bis ins Untergeschoss. Links von der Eingangstür beschreibt eine kurvige Wand den Weg zum Durchlader-Aufzug, welcher einen Rollstuhlzugang auf allen Ebenen gewährleistet.

Fotos: Werner Huthmacher

haus moskau

Projektleitung

(büro 1.0 architektur +)

2011–2014

Wohnungsbau (Neubau)

Berlin-Tiergarten    

L.PH. 1–5; BRI 8.030 m3