Lernen und Lehre stehen im Mittelpunkt meines Lebens. Das liegt auch daran, dass in meiner eigenen Entwicklung zur und als Architektin immer wieder neue Lernerfahrungen eine wichtige Rolle gespielt haben. 

 

Das beginnt damit, dass ich als gebürtige Brasilianerin von frühester Kindheit an von bedeutenden Beispielen moderner Architektur umgeben war, die mein ästhetisches Empfinden und mein Verständnis für Raum dauerhaft geformt haben. Als Jugendliche öffnete mir der Umzug meiner Familie nach New York den Einstieg in ein multikulturelles Leben. Nach dem Studium der Ökonomie an der New York University (1988) beschloss ich, meiner frühen Neigung nachzugehen und mich in einem Masterstudium für Architektur an der Harvard University (1994) gründlich mit Architektur auseinanderzusetzen. 

 

Der Fall der Berliner Mauer, den ich während eines Architektursemesters an der SCI-ARC in Lugano-CH erlebte, und die Neugier auf die Entwicklungen in der Region nach der Wiedervereinigung brachten mich 1995 nach Abschluss des Studiums dauerhaft nach Deutschland. In Berlin lernte ich zunächst in renommierten Büros wie Bruno Fioretti Marquez Architekten und Müller Reimann Architekten die Praxis des Berufs und arbeitete mit Kollegen aus unterschiedlichen Ländern an zahlreichen Bauvorhaben.

 

Weil ich mich von Anfang an neben der Praxis auch für die Theorie und Lehre des Fachs interessierte, nahm ich die Chance, an der Konzeption und Gründung des Berliner Architekturprogramms der akademischen Austauschinstitution „Lexia Study Abroad“ mitzuwirken, begeistert an. Gemeinsam mit einem Kollegen entwarf ich den Lehrplan für das gesamte Programm. Ferner übernahm ich Lehraufträge an den Berliner Dependancen der New York University und Northeastern University.  

 

Seit 2014 konzentriere ich mich auf die Realisierung meiner eigenen Bauvorhaben.